Schirmherrnbitten am 22. Juli 2000

Die Suche nach einem würdigen Schirmherrn war von Erfolg gekrönt

sb_13_2.jpg Offizieller Auftakt der Veranstaltungen zum 125-jährigen Gründungsfest bildete das Schirmherrn-Bitten am Samstag, 22. Juli 2000. Die Männer der Prinkofener Wehr trafen sich um 19 Uhr mit Bürgermeister Franz Diener vor dem Feuerwehrgerätehaus in Jellenkofen. Nach Empfang und kleinerem Umtrunk zogen alle, musikalisch begleitet durch die "Bogenhauser Blaskapelle", zum Vereinslokal Kuttenberger.

Hier begrüßte Festleiter Franz Hanusch die Wehrmänner, besonders Ehrenmitglied Michael Summer, den ehemaligen Kommandanten Ludwig Schmid und Bürgermeister Franz Diener mit seiner Gattin.

sb_23_2.jpg Nach der Brotzeit versuchte sich Wilhelm Eichstetter erstmals als Gstanzlsänger und glossierte mit lustigen Versen das bevorstehende Fest und die Absicht, einen würdigen Schirmherren zu finden. Das war aber gar nicht so einfach, denn der gewünschte Schirmherr, Bürgermeister Franz Diener, ließ sich arg bitten, und so trugen auf spitzen Holzscheiten kniend Vorsitzender Josef Summer, Festleiter Franz Hanusch, 2. Vorstand Willi Wittmann und 2. Kommandant Günter Rohrmeier in Prologen innbrünstig ihre Bitte mit dem Wunsch vor: "Liaba Franz, gib uns die Ehr - werd nächsts Jahr bei unserm Fest unsa Schirmherr!".

Aber so ohne Tribut wollte der designierte Schirmherr Franz Diener sein Ja-Wort nicht geben und ließ die Feuerwehrkameraden auf ihren Holzscheiten arg schwitzen, servierte ihnen Spezialhäppchen zur Stärkung und kredenzte einen Sondercocktail. Tapfer waren sie schon, die Bittsteller, und während die einen geduldig und nach dem Motto "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" auf ihrem Marterwerkzeug ausharrten, tanzte der Festleiter aus der Reihe und stöhnte mit schmerzverzerrtem Gesicht zum Erbarmen jämmerlich. Kommandant Eichstetter konnte dem "Scheitlknien" entgehen, da er sich eine Woche zuvor eine Verletzung zugezogen hatte.

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Der erwählte Schirmherr, der als Zeichen seiner Würde einen bunten Schirm erhielt, ließ endlich Erbarmen walten und drückte seine Bereitschaft so aus: "Es ist mir a besondere Ehr, Schirmherr z' sein bei der Feuerwehr, ich erhör hiermit eure Bitt und geh als Schirmherr mit euch mit.".

Ein Tusch der Musikkapelle bekräftigte diesen Zuspruch, und schon herrschten eitel Freude und Sonnenschein bei den Feuerwehrleuten. Für allgemeine Heiterkeit sorgte eine Sondereinlage der selbsternannten Adjudanten Ludwig Huber, Johann Stadler und Karl Stempfhuber, die anschließend das "Holzscheit" in eigener Sache testeten, und so noch mehrere Getränke (bis zum "Wüstenschnaps") und auch ein Eis "erknien" konnten.

 

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